Rahmenlehrplan

Aus Generalistische Pflegeausbildung
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Rahmenlehrplan Pflegefachberufe

Rahmenlehrplan Pflegefachkraft Work on.jpg

Rahmenpläne der Fachkommission nach § 53 PflBG

  • Rahmenlehrpläne für den theoretischen und praktischen Unterricht
  • Rahmenausbildungspläne für die praktische Ausbildung

Veröffentlicht am 1. August 2019[1]

Curriculare Einheiten

Anzahl, Überblick

"Acht der elf curricularen Einheiten erstrecken sich über den gesamten Ausbildungszeitraum, wobei innerhalb der curricularen Einheiten nach den beiden Ausbildungsabschnitten (erstes und zweites Ausbildungsdrittel bis zur Zwischenprüfung, drittes Ausbildungsdrittel) unterschieden wird. Die curricularen Einheiten 1, 2 und 3 sind ausschließlich dem ersten Ausbildungshalbjahr zuzuordnen." [2]

Arten

"Arten" von Curricularen Einheiten:[3]

  • bezogen auf Ausbildungsbeginn/ Ausbildungseinsätze
  • bezogen auf pflegerische Handlungsfelder

Die Curricularen Einheiten bauen aufeinander auf und bilden die Kompetenzentwicklung[4] ab.

Curriculare Einheit 1-3
  • geringer Grad an Pflegebedürftigkeit; also Menschen, die in der Mobilität und der Selbstversorgung überwiegend selbstständig sind[5] [6]
1./2. Ausbildungsdrittel mit Ausnahme von CE 01-03
  • geringer bis mittlerer Grad an Pflegebedürftigkeit
  • gesundheitliche Problemlagen bei gesundheitlicher Stabilität oder maximal mittlerer Stabilität, d. h. geringe oder maximal mittlere Gefahr an Komplikationen (geringe bis maximal mittlere Risikogeneigtheit)
  • einzelne zu pflegende Menschen oder zu pflegende Menschen im Kontext von Gruppen, z. B. Familien, Perspektiven aber weitgehend konvergent
3. Ausbildungsdrittel
  • hoher Grad an Pflegebedürftigkeit
  • gesundheitliche Instabilität mit Gefahr von Komplikationen (hohe Risikogeneigtheit)
  • zu pflegende Menschen im Kontext von Gruppen, z. B. Familien, oder sozialen Netzwerke mit z. T. divergierenden sozialen Perspektiven

Aufbau, Struktur

Umsetzung

Schulinterne Curricula sind so zu gestalten, dass sie

  • den Kompetenzerwerb ermöglichen (die Kompetenzen müssen ausgewiesen werden!)
  • den Pflegeprozess abbilden (Ausnahme: berufliche Situationen, die sich nicht direkt auf die Versorgung beziehen)
  • "Lernsituationen sind als didaktisch reflektierte Handlungssituationen zu verstehen und haben damit einen engen Bezug zur Pflegepraxis. Kompetenzen werden somit im Kontext der Situationen angeeignet"[7]
  • Steigerung der Anforderungen in den Situationsmerkmalen (zunehmend komplexer)
  • Überschneidungen (Gesundheitsförderung, Rehabilitation und kurative Pflege) sind möglich: "Die Pflegeschulen sind aufgefordert, didaktisch begründete Entscheidungen zu treffen, wie sie inhaltliche Zuschnitte gestalten wollen bzw. welche Kompetenzen sie durch das mehrfache Aufgreifen von Inhalten akzentuieren wollen."[8]
Übersicht über die Curricularen Einheiten"[9]

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CE – Nr. Titel gesamt Std. 1./2. AD = Anl. 1 3. AD nach Anl. 2 3. AD nach Anl. 3 3. AD nach Anl. 4
1 Ausbildungsstart - Pflegefachfrau/Pflegefachmann werden 70 70 - - -
2 Zu pflegende Menschen in der Bewegung und Selbstversorgung unterstützen 180 180 - - -
3 Erste Pflegerfahrungen reflektieren - verständigungsorientiert kommunizieren 80 80 - - -
4 Gesundheit fördern und präventiv handeln 160 80 80 80 80
5 Menschen in kurativen Prozessen pflegerisch unterstützen und Patientensicherheit stärken 340 200 140 140 140
6 In Akutsituationen sicher handeln 120 60 60 60 60
7 Rehabilitatives Pflegehandeln im interprofessionellen Team 160 80 80 80 80
8 Menschen in kritischen Lebenssituationen und in der letzten Lebensphase begleiten 250 160 90 90 90
9 Menschen in der Lebensgestaltung lebensweltorientiert unterstützen 200 150 50 - 110
10 Entwicklung und Gesundheit in Kindheit und Jugend in Pflegesituationen fördern 180 120 60 110 -
11 Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen und kognitiven Beeinträchtigungen personenzentriert und lebensweltbezogen unterstützen 160 80 80 80 80
- Summe 1900 1260 640 640 640