Professionelle Dimension

Aus Generalistische Pflegeausbildung
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Professionelle Dimension der Pflege

Die professionelle Dimension von Pflege umfasst zunächst alle Themen, wie sie für jede Profession essentiell sind: Also die Frage berufsspezifischer Kompetenzen und Skills genauso, wie Begründung einer Berufsethik oder eine Berufsordnung. Letztlich befasst sich dieses Dimension mit den Fragen, wer darf eigentlich pflegen, somit mit der Binnendifferenzierung verschiedener Qualifikationsniveaus (semi-)professioneller Pflege sowie der Notwendigkeit und Schwierigkeit, professionelle Pflege von Laienpflege abzugrenzen.

Reflektiert man den Anspruch des Pflegeberufsgesetzes, künftige Pflegebedarfe zu sichern, dann muss auch die Frage der Selbstfürsorge und Achtsamkeit mitgedacht werden: Was brauchen Pflegende, um im Beruf gesund zu bleiben?

Im Pflegeberufsgesetz finden sich folgende Aspekte zur professionellen Dimension der Pflege:

  • Vorbehaltene Aufgaben § 4 Vorbehaltene Tätigkeiten
  • Ausbildungsziel nach § 5 Absatz 1: Lebenslanges Lernen wird dabei als ein Prozess der eigenen beruflichen Biographie verstanden und die fortlaufende persönliche und fachliche Weiterentwicklung als notwendig anerkannt.
  • Ausbildungsziel nach § 5 Absatz 2 und 4: (2) Sie (die Pflege, Anmerkung d.V.) erfolgt entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse auf Grundlage einer professionellen Ethik.
  • (4) Während der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann werden ein professionelles, ethisch fundiertes Pflegeverständnis und ein berufliches Selbstverständnis entwickelt und gestärkt.
  • Ausbildungsziel nach § 5 Absatz 3 Nr. 3: interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen fachlich zu kommunizieren und effektiv zusammenzuarbeiten und dabei individuelle multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen bei Krankheitsbefunden und Pflegebedürftigkeit zu entwickeln sowie teamorientiert umzusetzen.

Um die sektoralen Grenzen im Gesundheits- und Pflegewesen zu überwinden, wäre eine stetige Weiterentwicklung professioneller Pflege hin zum „Casemanagement“ wünschenswert.